Worx Landroid – Batterie refresh – 2017er Update

Nachdem dieses Jahr mal wieder ein Akku-Replacement meiner Landroid Roboter-Rasenmäher Batterien anstand, habe ich wie damals Empfohlen wieder zwei Multipower MP4.5-12 bei Amazon bestellt.

Dieses Jahr war die Bestellung ein einziger Misserfolg.

Der Lieferant schickte zwar zwei MP4.5-12 Batterien, aber der oben auf der Batterie eingestanzte Code machte mich arg stutzig. Nach Rücksprache mit Mulitpower stellte sich nämlich heraus das

150611JB bedeutet Produktionsdatum Juni 2015.

MP5-12C Multipower Blei-Akku 12 Volt 5Ah Zyklenfest mit Faston 6,3mm

MP5-12

 

Die zweite Batterie hatte Oktober 2016 als Produktionsdatum. Natürlich kann man nicht erwarten das in China produzierte Batterien gerade mal 2 Monate alt sind oder so, aber wenn ich im März 2017 eine neue Batterie bestelle und dann eine „neue“ von Juni 2015 bekomme, dann finde ich das schon arg Dreist. Multipower bestätigte außerdem das wenn man Batterien in Reihe aufläd, wie es z.b. im Worx Landroid gemacht wird, das die Batterien dann doch möglichst das gleiche Produktionsdatum haben sollten.

Außerdem wäre es besser im Landroid den neueren Typ MP5-12C Zyklenfest zu verbauen.

Daher noch mal eine Warnung an alle die beim Roboter Rasenmäher die Batterien tauschen: Auf jeden Fall darauf achten das beide Batterien das gleiche Produktionsdatum haben und den zyklenfesten Typ MP5-12C verbauen.

Am besten unter Bemerkungen beim Bestellen dem Verkäufer direkt mitteilen das ihr unbedingt zwei Batterien mit gleichem Date-Code für euren Einsatzzweck braucht.

Ich habe die neuen Batterien bei Amazon über den Verkäufer akkushop.de gekauft, der wusste direkt bescheid und hat versprochen zwei gleiche Batterien zu schicken.

Hier der Link zum Bestellen:

MP5-12C Multipower Blei-Akku 12 Volt 5Ah Zyklenfest mit Faston 6,3mm

Red Fury / Blue Fury Bitcoin Miner Tuning auf 3 GH/s !

Wer im Besitz eines Red Fury oder Blue Fury Bitcoin Miners ist, kann diesen mit einem kleinen Trick problemlos von 2,2 GH/s auf 3,0 GH/s übertakten.

Red Fury Overclocking

Red Fury Overclocking

Dies geht mit dem so genannten Pencil Mod. Man schnappt sich einfach einen Bleistift und sucht auf seinem Red / Blue Fury den Widerstand R15. Diesen findet Ihr rechts unten in der Nähe des PRG Tasters:

Red Fury Overclocking

Red Fury Overclocking – R15 Pencil Mod

Jetzt schnappt ihr euch also den Bleistift (möglichst Spitz) und malt einmal bis mehrmals einen Strich von der linken Seite von R15 zur rechten Seite – wie hier grün Eingezeichnet. Durch das Aufbringen des Graphits im Bleistift (was elektrisch Leitend ist) ändert sich der Widerstand für R15 – und dadurch auch der Takt. Je mehr Graphit ihr aufmalt, desdo schneller wird der Bitfury ! Sollte es zu viel sein und der Takt ist zu hoch (Der Fury stürzt ab) , einfach das Graphit wieder abwischen und neue Striche ziehen. Ihr müsst euch langsam heran tasten bis die richtige Strichstärke gefunden ist.

Red Fury Overclocking

Red Fury 3.5 GH/s Übertaktet

Hier mal das Ergebnis eines gut übertrakteten Red / Blue Fury’s.

Aber Achtung ! Das Kühlen nicht vergessen !

Das ganze wie immer ohne Gewähr – Ihr handelt also Selbstverantwortlich.

Update:

Man hat mich gefrag wie weit man es denn mit dem Overclocking treiben kann: 3,3 GH/s sind absolut kein Problem ! Hier beim e-Mark Mining:

Fury 3,3 GH/s

Fury 3,3 GH/s – Da geht die Post ab ? 😉

Commodore 64 – vollelektronische Kernal Umschalt-Platine.

Heute möchte ich euch kurz eine Anleitung präsentieren, die zeigt wie man mit einfachsten Mitteln eine Platine Ätzt, Bohrt, Bestückt und Einbaut.

Als Beispiel verwende ich die die 4/8 Fach Kernal Umschaltplatine von The Adams. Die Anleitung zum Bestücken der Platine, die Hex Files etc. findet ihr alle auf seiner Seite !

Sachen die man auf jeden Fall Besitzen oder Ausleihen muss sind: Ein Lötkolben, eine Mini-Bohrmaschine / Dremel / etc., einen Laserducker, eine alte Plastikschale und ein Bügeleisen. Dazu kommen noch für 15€ Bauteile von Reichelt die ich euch schon in einem Warenkorb zusammengestellt habe. Achtung – Wenn ihr euch einen SP12 dazu bauen wollt, dann vergesst bitte nicht die Teile dazu zu Bestellen !

Dann braucht ihr auf jeden Fall einen Eprom-Brenner um den 27C512 – 64kb Eprom mit den verschiedenen Kernals zu Programmieren. Um den Atmega-8 zu Programmieren benötigt Ihr einen SP12 Programmer den man für 3€ selber bauen kann. Dazu mehr HIER.

Legen wir los: Um die Platine zu Ätzen verwenden wir die Direkt-Toner-Methode.

Eine Seite aus einem Hochglanz-Katalog mit der Schere / Messer ausschneiden und auf ein Din A4 Blatt kleben. Ränder gut fixieren damit das Blatt nicht verknittert oder sich löst. Hier eine Seite aus dem Reichelt-Katalog als Beispiel:

64er-Restore-Kernal-01

Jetzt das Platinenlayout C64 8fach Kernal-Umschalter_RESTORE auf die Seite drucken. Dabei drauf achten das 1:1 gedruckt wird und nicht auf Seite anpassen oder änliches !

64er-Restore-Kernal-02

Überprüft mit einem der Sockel vorsichtig den Maßstab ! Nicht das nachher die Bohrungen nicht passen !

Und weil es so schön war, noch einmal auf das GLEICHE Blatt drucken, damit wir möglichst viel Toner auf dem Glanzpapier haben.

64er-Restore-Kernal-03

Man sieht jetzt das es richtig schön Schwarz ist, die beiden Drucke sind 100% aufeinander.

64er-Restore-Kernal-04

Jetzt schneiden wir uns eine Platine zurrecht die den Maßen unseres Ausdrucks entspricht. Mit dem Dremel und einer Trennscheibe geht dies Fix von der Hand. Die Platine danach von fettigen Fingern etc. befreien in dem ihr Sie mit Verdünnung oder Reinigunsalkohol (Isopropanol) kurz abreibt.

64er-Restore-Kernal-05

Jetzt schnappen wir uns ein Bügeleisen und stellen die Temperatur zwischen Seide und Wolle.

64er-Restore-Kernal-06

Ausdruck jetzt mit der Tonerseite auf die Platine legen.

64er-Restore-Kernal-07

Platine auf einen alten Lappen legen, Bügeleisen drauf und 2 Minuten das Papier auf die Platine bügeln. Um die Temperatur gleichmässig zu verteilen, mit leicht kreisenden Bewegungen das Bügeleisen auf dem Papier / Platine hin und her bewegen. Danach die Platine 2-3 Minuten abkühlen lassen. Der Toner sollte jetzt – durch die Hitze des Bügeleisens vom Papier auf die Platine geschmolzen sein.

64er-Restore-Kernal-08

Um das Papier abzulösen halten wir die Platine jetzt ins Wasser und rubbeln Vorsichtig das Papier herunter.

64er-Restore-Kernal-09

Man sieht schön wie der Toner auf der Platine festgebacken ist.

 

64er-Restore-Kernal-10

Sollte hier oder da etwas fehlen oder zu Korrigieren sein, einfach einen CD/DVD Marker nehmen und fehlende Leiterbahnen einfach drauf malen ! Siehe Bildmitte unten – die blaue Leiterbahn fehlte und wurde einfach „Nachgemalt“.

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Jetzt wird Geätzt. Ich mische das Natriumpersulfat 1:10 – das heißt: 10g Natriumpersulfat auf 100ml Wasser. Das reicht dicke um 3-4 Platinen zu Ätzen. Hier muss 100% korrekt und Vorsichtig gearbeitet werden. Natriumpersulfat ist GEFÄHRLICH ! SEID GEWARNT !

64er-Restore-Kernal-12

Ich verwende eine alte ausgewaschene Plastikschale vom Lieferservice. In dieser befindet sich die 1:10 Natriumpersulfat-Lösung. Die Schale wiederrum steht in der Küchenspüle in sehr warmen Wasser. Das muss so warm sein, das es an den Händen knapp für unangenehm Heiß empfunden wird. Die Lösung wird also im Wasserbad erwärmt was den Ätzvorgang beschleunigt.

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Verwendet ihr eine doppelseitige Platine – Achtet natürlich auf die Rückseite, das dort auch alles an Kupfer weggeätzt ist was weg muss.

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Hier nun die fertig geätzte Platine. Gut mit Wasser ausspülen ! Das Natriumpersulfat in ein dicht verschließbares Gefäß füllen. Keine Trinkflaschen etc. verwenden – LEBENSGEFAHR wenn das einer Trinkt ! Totenkopf auf die Flasche malen !

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Mit einem rauhen Küchenschwamm den Toner abrubbeln. Danach noch einmal mit Verdünner / Alkohl reinigen. Die Platine kann nun gebohrt werden.

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Ich habe diese Platine absichtlich Freihand und mit einem dickeren Bohrer gebohrt als Notwendig um zu Zeigen das man gar nicht mal so genau Arbeiten muss.

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Bestückungsseite.

64er-Restore-Kernal-18

Fangt mit den Widerständen an. Die abgeknipsten Beinchen können Prima für die zwei Drahtbrücken der Schaltung verwendet werden ! Die Drahtbrücken bitte zu erst rein Löten – später sitzt der Sockel oben drüber !

64er-Restore-Kernal-19

Danach die zwei Transistoren, den Kondensator und die Sockel einlöten. Bei den Transistoren natürlich auf die Ausrichtung achten. Bei allen anderen Bauteilen ist es egal. Bei den Sockeln sollten die Kerben nach oben schauen. Der Jumper rechts unten bleibt Unbestückt – hat beim alten 64er Modell keine Verwendung.

64er-Restore-Kernal-20

Die Anschlüsse für die LED und die Kabel habe ich nicht gebohrt, diese Löte ich direkt an der Unterseite fest.

64er-Restore-Kernal-22

Jetzt kommt der schwierigste Teil. Die beiden Stiftleisten werden auf 2 x 12 Pin gekürzt und auf der Unterseite eingelötet. Da die Platine einseitig Bestückt ist, werden die Stiftleisen auch auf der Lötseite fest gebraten. Bei einer zweiseitigen Platine wäre dies viel Einfacher, aber der Aufwand zum Ätzen ist um ein vielfaches höher.

64er-Restore-Kernal-21

Das Eprom 64k muss folgendes Layout beim alten 64er Modell haben:

8kb Kernal 1
8kb Kernal 1
8kb Kernal 2
8kb Kernal 2
8kb Kernal 3
8kb Kernal 3
8kb Kernal 4
8kb Kernal 4
 

Die Platine schaltet nur in 16 KB Blöcken –  da das Layout weitest gehend mit dem des C64-II Kompatibel ist wo Kernal+Basic in einem 16kb Block zusammen gefasst sind.

Zum Schluss muss noch der Atmega8 mit dem SP12 Programmer programmiert werden.

Burn-O-Mat2

Fuses auf D9 / D1 setzen und Programmieren, das HEX File in den AVR schreiben.

Danach die Kabel lt. Anleitung an RESET, EXROM und RESTORE auf der Platine anlöten. FERTIG.

Jetzt könnt ihr mit einem kurzen Festhalten der RESTORE Taste einen Reset auslösen und mit längerem Festhalten das Kernal umschalten.

 

Atmega 8 Programmieren mit dem SP12

Der Atmel Atmega8 ist ein Tausendsassa wenn es um die einfache Programmierung und integration eines Mikrocontrollers geht. Und das beste daran: Nicht nur der Prozessor kostet gerade mal 1,80€, sondern das Programmiergerät – SP12 von Steve Bolt – kann man sich ebenfalls leicht für 2€ – 3€ Euro selbst bauen.

Hier ein ganz simpler Aufbau von Roland Walter den ich auch Verwende:

SP12-Programmer__simple_

Man benötigt lediglich 7 x 220 Ohm Widerstände, einen 100uf Kondensator,einen 28Pin Sockel für den AVR und eine DB 25 Parallelport Buchse für den PC. Aber: Die Progammierung klappt nur unter 32Bit Betriebssytemen – am Besten unter Windows XP !

Zusammengelötet kann dies dann so aussehen:

Sp12-3

Sp12-4Sp12-1Sp12-2

Als Programmiersoftware verwende ich die kostenlose AVR8 Burn-O-Mat GUI von Torsten Brischalle. Diese hat SP12 Support:

Burn-O-Mat3

Wichtig: Ihr müsst nicht nur Burn-O-Mat GUI installieren, sondern auch avrdude. Und avrdude benötig noch die Installation des im Paket enthaltenen GIVEIO. Erst die „install_giveio.bat“ ausführen, dann in der Systemsteuerung den Gerätemanager öffnen. Dort oben über Anzeige alle Geräte anzeigen lassen und aus der Liste der Nicht-PNP-Teiber GIVEIO heraussuchen und den Starttyp auf AUTOMATISCH stellen. Danach den Rechner NEU STARTEN. Alternativ müsste man vor jedem Programmierversuch immer wieder GIVEIO starten – was auf die Dauer einfach nur nerft.

GiveIO

Programmieren kann man den Atmega8 übrigends in BASIC mit BASCOM. Folgendes kleines BASIC Programm lässt z.b. eine zweifarbige LED in verschiedenen Rhytmen blinken in dem über ganz einfache Befehle Ausgänge Ein- und Ausgeschaltet werden: Led